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Adam Bomb

CD Review "Bone Yard" Martin Schneider für Home of Rock

Perfekt! Mir liegt eine splitternackte CD vor. Kein Booklet, keine Tracklist, kein Salesflyer der Plattenfirma. Ja, alle müssen sparen, auch und gerade die Plattenfirmen und die Promotionagenturen. Ich würde ja zu gerne jetzt jemanden namentlich für diese Sparpolitik, die bei allem Respekt doch etwas über das Ziel hinaus schießt, so richtig schmähen, aber wen zur Hölle?

Die CD steckt im Jukebox-Schacht Nummer 25 und da bleibt sie jetzt auch, bis der Review hier steht. Recherchiere ich die Fakten einfach zu einem späteren Zeitpunkt.
Nur gut, dass ich mir notiert habe, dass im Schacht 25 Adam Bomb steckt. Sonst würde das hier endgültig zum unfreiwilligen Blindflug ausarten. Aber es hat auch etwas Gutes. 'Let the music do the talking'. Nichts, aber auch wirklich nichts, was mein Urteil beeinflussen könnte. Keine nackte Drachen oder feuerspeienden Jungfrauen auf dem Cover, die mich gnädig und milde stimmen könnten.

Adam Bomb? Adam Bomb? Da war doch mal was. Ich erinnere mich an einige mäßige bis saumäßige Besprechungen in den marktbeherrschenden Printmedien und irgendwie ordne ich die Band gedanklich vorab in die Schar der L.A.-Poser-Fraktion ein.

Und siehe da... so falsch liege ich mit dieser 'Vorverurteilung' gar nicht. Adam Bomb stehen mit dem vorliegenden Album, dessen Titel ich mir blöderweise nirgends notiert habe, bevor die CD in die Jukebox wanderte, für kernigen Sleaze. Ass kickin' Rock'n'Roll, der sich irgendwo grob zwischen TUFF, RATT, L.A. GUNS, FASTER PUSSYCAT und vor allem Alice Cooper einordnen lässt.

Also Leute, beim besten Willen... ich kann der Scheibe nichts Böses andichten. Das ist einfach gestrickter, partytauglicher Rock'n'Roll, der den Whisky im Glas neben mir fröhlich mitwippen lässt. Gut, weltbewegend ist das nicht. Die Songs rauschen flott an einem vorbei und es bleibt relativ wenig hängen, außer dass sie gute Laune verbreiten.
Ich sehe vor meinem inneren Auge grell geschminkte Typen mit langen, wehenden Haaren die besser aussehen als ihre Groupies, die bunte Tücher am Mikroständer befestigt haben und auf der Bühne wie die Hölle posen. Und irgendwie bekomme ich wahnsinnig Lust, die Jungs mal live zu sehen. Natürlich nur, wenn mich jemand nach der Show zu Hause abliefert und an die Tür lehnt. Mit zwei, drei, vielen Bier intus kommt die Mucke live bestimmt noch eine Spur schärfer.

In den Achtzigern, als Bands dieser Coleur die Charts stürmten und die Stadien füllten hätten mich Adam Bomb vermutlich entsetzlich gelangweilt. Ganz einfach, weil es für die CINDERELLA- oder MÖTLEY CRÜE-Liga halt doch nicht ganz reicht. Heutzutage aber, wo man diese Art Musik nur noch selten zu Gehör bekommt und zugegebenermaßen kaum freiwillig auflegt, macht es einfach Spaß sich so einen Klumpatsch mal wieder reinzuziehen.

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