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American Dog



Biographie
Herausgeschossen aus dem Bauch des ursprünglichen Hard Rock und den niedrigen Löhnen körperlicher, harter Arbeit sind American Dog das ursprüngliche, schnellfeuernde Herz des Rock´n´Roll. Hart arbeiten, hart leben, wenig Schlaf: eingeölt mit einigen Kästen des braunen Lebenselixirs, all das in die Lampen eines abgerockten Clubs geschossen und man sieht eine Explosion des klassischen Trinkermetals, der die Headliner zitternd in der Ecke stehen lässt. Es ist laut, rüde und so lebendig, dass man das Metall schmecken kann.

Schön für diejenigen, die sich an die ungezügelte Power Ted Nugents auf der `76er „Free For All“-Tour erinnern können, oder an AC/DC, wie sie zum ersten Mal „For Those About To Rock“ spielten, oder Motörhead, die die Welt mit „Overkill“ aufrüttelten: American Dog werden sich nicht entschuldigen, dass sie ihren ungezügelten Heavy Metal Wahnsinn nicht auf Platte bannen konnten. Es ist hier. Die Platte klingt tierisch, sie klingt live und sie packt Dich am Kragen und schüttelt Dich durch.

Aber erwartet keine geistigen Ausflüge in die Heavy Metal Welten von Trollen, Dämonen und Magiern. Bei dieser Band geht es ums Blut, darum, die Säfte und Schmierstoffe in der Maschine in Bewegung zu bringen, um sich für einen weiteren Tag aufzurappeln. American Dog. Das sind sie und das seid Ihr. Darum geht es in ihrer Musik.

American Dog’s Michael Hannon (Salty Dog & Dangerous Toys) hat momentan tierisch gute Laune, und das mit Recht. Nach der Veröffentlichung ihrer Debut-CD „Last of a dying breed“ im Jahr 2000 und dem 2001er „6-Pack!“ (eine den Trinkweisheiten und dem schlechten Benehmen gewidmete Live-EP) ging die Band im Jahr 2002 erneut ins Studio, um den zweiten Longplayer einzuspielen. Während der Zeit der Recordings entschied sich die Band, einige Shows in und um ihrer Heimat Ohio zu spielen, um mit den Fans zu feiern und Dampf abzulassen. Auf dem Nachhauseweg von einem dieser Konzerte wurde Gitarrist Steve Theado von einem flüchtigen Fahrer überfahren und halbtot an der Strasse liegengelassen.

Mit zwei gebrochenen Beinen, einem Beckenbruch und einer gebrochenen Rippe würde man denken, dass dieses die Tragödie war, die die Karriere von American Dog beenden wird. „Wenn irgendjemand so etwas überleben konnte, dann Steve.“, sagt Michael. „Ich habe den Typen schon dutzende von Treppenstufen nach einer Show hinunterfliegen sehen; er stand auf und hatte immer noch sein Bier in der Hand.“ Der Drummer des Trios, Keith Pickens, fügt hinzu: „Der Fahrer wollte ihn vielleicht verrecken lassen, wie einen Hund. Er ist aber nicht irgendein Hund, sondern ein American Dog und wir konnten ihn natürlich nicht einfach so in dem verdammten Krankenhaus liegen lassen.“ Zwei Wochen nachdem die schockierenden Nachrichten sich bei den Fans wie ein Lauffeuer verbreitet hatten, saß Gitarrist Steve Theado im Rollstuhl und übte, um die Sessions mit dem legendären Produzenten Joe Viers in Columbus, Ohio wiederaufzunehmen. Michael Hannons Arbeitstitel „Red, White, Black and Blue“ bekam eine wesentlich tiefere Bedeutung und die Band hatte im Studio das extra Quentchen mehr Wut und Energie im Bauch, um ihre eigene Version dreckigen, hochprozentigen Rock & Roll auf Band zu zimmern.

„Die letzten Jahre waren wir tierisch beschäftigt,“ erinnert sich Michael. „Wir waren in Europa und Asien, haben auf der Hauptbühne in Sturgis, SD (dem größten Bikerfestival der Welt) gespielt und für Leute von Slash bis Nazareth eröffnet.
Quelle: Musik Base

CD-Review "Mean & This Ain't The Summer Of Love"
Fred Schmidtlein Home Of Rock

Mit Verspätung hat es das, je nach Sichtweise, siebte (exklusive der EP "Six Pack"), achte oder neunte Album (inklusive der DVD "Hard On The Road") von AMERICAN DOG nun doch noch nach Europa geschafft. Das französische Label Bad Reputation ist wieder am Zug, wohl auch, weil Michael Hannon mit den Franzosen gut kann und weil sich ansonsten kein Schwein für AMERICAN DOG interessiert. Hannon, Steve Theado und Keith Pickens sind nach wie vor weit davon entfernt von ihrer Musik leben zu können, sie ackern immer noch in Jobs, die beileibe nicht für feinfühlige Schreibtischsesselpupser geschaffen sind.
Nach nunmehr 11 Jahren Bandgeschichte könnte man sich fragen, ob es die Mühe wert ist, sich Drecksjobs anzutun, nur um mit seiner miesen kleinen Rock'n'Roll-Band ab und an ein bisschen Spaß zu haben, aber die drei Taugenichtse aus Columbus, Ohio ticken nicht so, die werden weitermachen bis sich der Körper einstmals verweigern wird. Nicht umsonst hängt Hannon beizeiten mit Eric Moore, dem Unikum von THE GODZ, und Pete Way, dem inzwischen schwer angeschlagenen UFO- und WAYSTED-Tier ab (die drei nannten sich gerne "the drunken bass-players from Ohio"). Also machen sie alle weiter, immer weiter, bis dass der Tod sie scheidet.

Michael Hannon hat noch ein paar Jahre bis zum endgültigen Verfall, dem ist er sich möglicherweise nach der bis auf wenige Ausnahmen langweiligen und teilweise erschreckend stumpfen CD "Hard" von 2007 bewusst geworden und hat mit "Mean" neue, nun ja, halbwegs neue Wege eingeschlagen. Eigentlich ist es ein "back to the roots", denn "Mean" hat wieder den Spaß der ersten Scheiben in den Backen. Eine Nummer wie Cat Has Got You By The Tongue, der man den Schabernack schon im Titel ansieht, mit ihren Nugent-Referenzen ist bezeichnend für "Mean". Michael Hannon und seine Mitstreiter sind wohl ziemliche Rowdies, aber eben keine verblödeten Dumpfbacken ohne Sinn für Humor (nette Typen sind sie außerdem). Drivin' Down The Sidewalk ist der erste Boogie auf "Mean" und galoppiert stilgerecht mitsamt Schweinegitarrensolo dahin. So will man das haben, und keinen krampfhaft auf heavy gemachten Metal-Sound.

Die beiden letzten Jahre waren offensichtlich nicht besonders nett zu AMERICAN DOG, keine Europatournee, insgesamt wenige Auftritte, dafür kommt "Mean" wirklich erfreulich lebensbejahend daher. Dass Steve Theado ein astreiner Gitarrenschwinger ist weiß man, auch diesmal lässt er keine Gelegenheit aus, seine Fingerfertigkeit in den Dienst des Rock & Roll zu stellen, nervige Protzereien lässt er einfach weg und zupft zwischendurch lieber eine flotte Akustische zu Hannons Bekenntnis Gonna Stop Drinkin' Tomorrow. Hach ja, denkt man sich, das ist eh gelogen, ihr Burschen lasst doch kein Glas stehen - und das ist gut so. Was wäre der Rock & Roll ohne euch Partyschlampen.
Die gängigen Klischees werden allesamt ausreichend bedient, das ist klar, aber wer irgendwann in den Siebzigern von dieser Art Musik eingefangen wurde, wird sie auch Jahrzehnte später noch lieben, vorausgesetzt sie kommt so frisch wie auf dieser Scheibe. Sogar den alten Klopfer This Ain't The Summer Of Love von BLUE ÖYSTER CULT ("Agents Of Fortune", 1976) biegen die drei Rabauken absolut passabel hin, auch wenn natürlich die gigantische "Wall of Sound" der ewig unterschätzten Prog-Hardrocker aus New York von einem Trio nur ansatzweise nachgebaut werden kann. Es rockt aber trotzdem teuflisch.
Sunshine/Moonshine ist wieder eine bluesige Nummer mit Slidegitarre/Dobro und Lagerfeuerfeeling, Ain't Dead Yet beschreibt den Zustand der Band und Motherfucker (… and an asshole too) ist einfach nur witzig. Zusammengezählt ist "Mean" knapp 40 Minuten beste Unterhaltung für eine Zielgruppe, die leider inzwischen sehr klein geworden ist. Hoffentlich gibt es noch ein paar denkende Menschen, die auf Political Correctness im Rock & Roll, mit Verlaub, scheißen, Nugent trotzdem für einen reaktionären Arsch halten und ansonsten gerne mal die Sau rauslassen. AMERICAN DOG ist nach wie vor die richtige Band für diesen Samstagabendexzess.

Die europäische Version von "Mean" beinhaltet statt Boozehound (prima Nummer übrigens) eine Coverversion von Blood, Guts And Beer, das die Londoner New Wave of British Heavy Metal Kurzzeitgröße TANK 1982 auf ihrem Debut hatte. Da hätte man auch gerne einen Bonus Track draus machen können. Genau wie aus den vier Non-Album-Tracks der EP "This Ain't The Summer Of Love", die letztes Jahr kurz vor der CD erschien. Neben This Ain't… und Mean gibt es hier nämlich noch Cover von God Of Thunder (KISS) und Bomber (MOTÖRHEAD; diese Version gab es schon auf "Foamin' At The Mouth Live") sowie die Songs A New Evil und Movin' On. A New Evil war Bonus auf der europäischen Ausgabe von "Red, White, Black And Blue" von 2002 und wurde nun remastert. Der Song selbst klingt reichlich altbacken nach NWoBHM, aber Theado hat in dem Siebenminüter ein paar echte Highlights zu bieten. Movin' On gab es meines Wissens nach bisher nur auf der Harley-Davidson-Compilation "100 - Tribute To A Legend", ist also ebenfalls eine kleine Rarität. Als Fan sollte man die EP abgreifen, auch wenn die Vermarktungsstrategie diskussionswürdig ist.

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