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James McMurtry

James McMurtry

Seit JAMES McMURTRY 1989 mit seinem herausragenden, von John Mellencamp produzierten Album Too Long In The Wasteland debütierte, ist er aus der zeitgenössischen Americana-Landschaft nicht mehr wegzudenken, gehört er zum Establishment der angesagten Singer/Songwriter und begeistert mit einer fulminanten Rockscheibe nach der anderen seine stetig wachsende Fangemeinde genauso wie die Kritiker. Ja, selten sind sie sich so einig bei einem Künstler, kaum jemand anderes aus dieser Sparte wird derart goutiert und geradewegs zu einer Ikone des intelligenten, sprachlich kraftvollen, im kritischen Zeitgeist verankerten Rock'n Roll-Troubadours gemacht. Just Us Kids ist McMurtry's 9. Album, sein erstes auf Blue Rose und es ist gespickt mit urgewaltigen, mächtigen Liedern, die zu den beeindruckendsten gehören, die er in seiner fast 20-jährigen Karriere in einer solchen Dichte geschrieben hat!

James ist der Sohn des berühmten US-Schriftstellers und Drehbuchautors Larry McMurtry, der seit den 60er Jahren eine enorme Erfolgsbilanz vorweisen kann: Präsident des amerikanischen P.E.N. Clubs, Gewinner des Pulitzer-Preises, Autor von Biografien über Crazy Horse und Billy The Kid, Verfilmung etlicher seiner Bücher wie 'The Last Picture Show' und 'Texasville', und jüngst sogar eine Oscar-Auszeichnung für das Drehbuch zu 'Brokeback Mountain'! Larry McMurtry war praktisch verantwortlich für den Karrierestart seines Sohns, als er bei den Vorbesprechungen zu 'Falling From Grace', einem gemeinsamen Filmprojekt mit John Mellencamp als Regiedebütant, ein paar Demotapes mitbrachte. Mellencamp war so begeistert, dass er einen Deal mit Columbia vermittelte, sich als Produzent anbot und jenes legendäre erste Kultwerk Too Long In The Wasteland zustande kam.

Schon damals vor fast 20 Jahren besticht James McMurtry mit einer knarzigen, staubtrockenen, monoton-sonoren Erzählstimme und originellen Songs, die wie kleine Roadmovies anmuten, in denen er urwüchsige Charaktere aus den "Small Towns" und typische Heartland-Amerikanismen mit "Hinterland"-Atmosphäre beschreibt. Er zeichnet sich dabei durch eine besondere Beobachtungsgabe aus und eine bildhafte Sprache, die den profanen Alltag seiner oft skurrilen Protagonisten zu spannenden Geschichten verdichten. Ja, das ist wohl die Sache mit den Genen! Über die Jahre und die vielen CDs hat eine zunehmend gesellschaftskritische und politikablehnende Aussage Einzug in die Texte McMurtry's gehalten.

Als einer der schärfsten Gegner der Bush/Cheney-Administration innerhalb der Americana-Gemeinde prangert er nicht nur in seinen Texten Topics wie den Irak-Einmarsch, Kriegsprofiteure, soziale Ungerechtigkeit, die Verlogenheit und Gier der Politikerkaste und den damit verbundenen Verfall gesellschaftlicher Zusammenhalte an, sondern ist auch in einschlägigen Internet-Blogs aktiv und wird nicht müde, bei seinen Konzerten zu agitieren und für ein Umdenken im großen Stil zu kämpfen. Was anlässlich der Präsidentschaftswahl 2004 zum mittlerweile bekanntesten McMurtry-Song führte: 'We Can't Make It Here' vom Album Childish Things, ein geradezu vernichtender Abgesang auf "President Cheney", wurde als Free Download ins Internet gestellt und allein auf YouTube - angereichert mit Fan-Videos - über 150.000 Mal angehört.
Derzeit kursieren im Netz gleich mehrere YouTube-Videos zum aktuellen Song 'Cheney's Toy' - gemeint ist damit die Marionette George W. Bush und die in Irak geopferten US-Soldaten, die dort sterben oder völlig entwurzelt als Wracks zurückkehren. 'Cheney's Toy' ist neben weiteren zeitkritischen Songs wie 'God Bless America', 'The Governor', 'Ruins Of The Realm' und 'Ruby And Carlos' das zentrale Stück auf dem brandneuen Album Just Us Kids des Rockers aus Austin, Texas. Aber es gibt nicht nur diese ernsthaften Themen bei McMurtry, auch wenn er zumeist schwierige Außenseitercharaktere in den Mittelpunkt seiner Songs stellt. In Stücken wie 'Freeway View', 'Hurricane Party', 'You'd A'Thought' oder dem Titeltrack spielt McMurtry mit Humor, Ironie und Sarkasmus, seine Poetry ist dabei sehr variabel und anspruchsvoll.

Musikalisch ist Just Us Kids seine kompetenteste, vielschichtigste Platte geworden. Die meisten Nummern sind kräftige, zupackende, semi-elektrifizierte Midtempo-Balladen und schnellerer, mit Roots- und Country-Spuren verblendeter Rock'n Roll im klassischen Mellencamp/Earle-Terrain. Und wenn wir zuvor so sehr auf McMurtry als Texter und Sänger eingegangen sind, dann soll an dieser Stelle seine Entwicklung als Gitarrist in den vergangenen Jahren gelobt werden. Abgesehen von zwei - allerdings durchaus erwähnenswerten! - Gastauftritten von C.C. Adcock und Jon Dee Graham spielt er alle anderen Saiteninstrumente selber, in erster Linie eine knackharte, kompromisslose Electric Guitar, weniger als filigraner Techniker, sondern sehr harsch und muskulös - wie geschaffen also für seine zwingenden auf-den-Punkt-Songs! Dass er aber auch anders kann, beweist 'Brief Intermission', ein erstes reines Instrumental im umfangreichen McMurtry-Katalog. Als Begleiter fungieren seit etlichen Jahren Bassist Ronnie Johnson und Drummer Daren Hess, die Heartless Bastards. Spezielle Klangfarbe auf gleich mehreren Songs bieten der in Austin allgegenwärtige Ex-Faces-Tastenmann Ian McLagan und der frühere Timbuk 3-Chef Pat MacDonald mit seinen markanten Harmonica-Phrasierungen. Mit dem 17-jährigen Curtis McMurtry, der auf dem Opener 'Bayou Tortous' Saxofon bläst, ist dann bereits die nächste Generation am Geschehen beteiligt.

"James McMurtry ist der wahrheitsgetreueste und erzürnteste Songwriter seiner Generation". Sagt Stephen King.

Website: James McMurtry
MySpace: myspace.com
/jamesmcmurtry

 

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