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Shurman


von Bluerose Records:

In Austin und Umgebung sind SHURMAN schon seit einigen Jahren eine bekannte Größe im blühenden Guitar Rock/Roots Rock-Geschäft. Darüberhinaus - und besonders hier bei uns in Europa - gilt es, diese tolle Band noch richtig zu entdecken!
SHURMAN ist Aaron Beavers. Seit 2001 veröffentlicht der Sänger, Songschreiber und Gitarrist unregelmäßig Alben unter dem Bandnamen Shurman, oft mit wechselnden Musikern, aber immer mit einer straighten Rock'n Roll-Ausrichtung, die mal mehr, mal weniger mit Guitar Rock, Country Rock und Alt.Americana-Zutaten durchsetzt ist. Der in Texas geborene, später in Hawaii und Georgia aufgewachsene Beavers lebte bis Ende des vorigen Jahrzehnts in Los Angeles und produzierte dort anfangs einige Minialben auf privater Basis - zunächst noch in reiner Triobesetzung mit Johnny Davis am Bass und seinem Schulfreund aus Georgia, Damon Allen, am Schlagzeug. Für das 2005er Vanguard-Album Jubilee, in weiten Teilen Neueinspielungen früher Songs, wurde Shurman zu einem veritablen Quartett mit Beavers, Allen, einem zweiten Gitarristen (Jason Moore) und dem neuen Bassisten Keith Hanna (Rosavelt, Tim Easton). In einer professionellen Produktion von Dusty Wakeman wirkten dazu zahlreiche Gäste wie Ben Peeler, Doug Pettibone, Skip Edwards und Garrison Starr mit - Namen, die man in Booklets von Lucinda Williams, den Jayhawks, Dwight Yoakam, Jim Lauderdale, Roger Clyne & The Peacemakers u.v.a. gelesen hatte. Darauf folgten die erste Liveplatte A Week In The Life (2006) und eine weitere Studioproduktion: Waiting For The Sunset (2008). Die Recordings fanden diesmal in Nashville statt. Gitarrist Jesse Duke und Drummer Nick Amoroso stießen neu zur Band und Studiocracks wie Al Perkins (Flying Burrito Brothers, Manassas), Ken Coomer (Uncle Tupelo) und Robert Reynolds (Mavericks) bereicherten etliche der vielen kapitalen Songs: z.B. 'Small Town Tragedy', 'Lonesome L.A. Blues' oder 'I'm Not Crazy'.

Im Dezember 2008 beendete Aaron Beavers seinen kalifornischen Lebensabschnitt und zog nach Austin. Mit komplett neuen, anfangs öfter ausgetauschten Musikern startete er das nächste Shurman-Kapitel. Wie zuvor in L.A. wurde Shurman schnell ein heißer Liveact, der locker auf 200-plus Shows pro Jahr kam. Regelmäßige Abende in traditionellen Austin-Clubs wie dem Saxon Pub und umjubelte Auftritte während der alljährlichen SXSW-Messe steigerten die Reputation der Band und führten zu einem Deal mit dem jungen Label Sustain, auf dem sich bereits lokale Hochkaräter wie Ray Wylie Hubbard, Bruce Robison und Jason Boland befanden. In einer fragwürdigen Aktion veröffentlichte Sustain das letzte Shurman-Album fast zwei Jahre später einfach nochmal, via Universal sogar weltweit: als Still Waiting For The Sun, mit abgeändertem Cover sowie einem einzigen neuen Song ('Is It True') und einem Re-Recording von 'Country Just Ain't Country'.

Aber da war Aaron Beavers eigentlich schon viel weiter, arbeitete an frischem Material und hatte zum ersten Mal ein festes Lineup mit dauerhaftem Potenzial etabliert: Harley Husbands als bis dato bester und vielseitigster Shurman-Saitenmann für akustische und elektrische Gitarren, Lap Steel, Banjo usw., Bassist/Sänger Mike Therieau (Loved Ones, Mover, Dave Gleason's Wasted Days) aus Oakland sowie Drummer Craig Bagby (Dead End Angels, Austin Collins & The Rainbirds), ein erfahrener Austiner. Gemeinsam begannen sie 2010 die Arbeiten an den neuen Songs, die die Basis für das aktuelle Album Inspiration bilden. Unterbrochen wurden die Sessions allerdings von einem ganz anderen Event. Im Vorprogramm zu einer Blues Traveler-Tour hatte Shurman die Aufmerksamkeit von BT-Frontman John Popper geweckt. Daraus entstand 2011 kurzfristig eine neue kleine Supergroup, John Popper & The Duskray Troubadours, mit einer gleichnamigen CD feat. Aaron Beavers, zwei weitere Gitarristen, darunter Jono Manson aus dem BT/Warren Haynes-Umfeld, plus Rhythm Section. Insgesamt ein international vielbeachtetes Projekt von musikalischer Topqualität, das Beavers nach eigener Aussage einen weiteren Motivationskick gab. Vielleicht entstand ja so der Titel 'Inspiration'?!

Jedenfalls ist das neue Shurman-Werk nun endlich draußen - praktisch 4 Jahre nach den letzten Recordings noch als L.A. Band und unter anderen Voraussetzungen. Zwar fehlte diesmal das Budget für eine teure Produktion und bekannte Studiogäste, dafür war man nach den mit Sustain/Universal gemachten Erfahrungen wieder unabhängig und konnte sich im kleinen 3 Legged Cat Studio in Austin alle Zeit nehmen, um das deutlich beste Shurman-Album abzuliefern! Stilistisch sehr vielseitig wird ein breiter Americana/Roots Rock-Bogen gespannt, frühere Motown-Einflüsse und ein latenter Westcoast Sound sind einem verstärktem Singer/Songwriter-Charakter, mehr Texas Country Rock und auch einer Portion Southern Boogie gewichen. Aaron Beavers bleibt natürlich mit seinem hochwertigen Material und seiner markanten, bisweilen an Adam Duritz (Counting Crows), Tom Petty oder auch mal an Jay Farrar (Son Volt) erinnernden Stimme die Hauptperson. Er gehört zu den Typen, die in einem Moment als deftige Rock Shouter ihr Publikum einnehmen, in anderen auch die emotionale Seite einer Ballade wie 'Somebody Gonna Break Your Heart' betonen können. Erstmalig scheinen aber auch die anderen Bandmitglieder mitreden zu dürfen. So hat Bassist Mike Therieau allein 6 der 11 neuen Titel co-komponiert, der 'Apartment 9 Blues' gehört ihm exklusiv, hierbei sowie auf 'Leaving Song' und dem abschließenden 'Take A Bow' singt er gar die andere, ebenso mächtige Leadstimme. Und wie! Im Stil eines Steve Marriott oder Chris Robinson steht Therieau klar für die härteren Shurman-Beiträge.

Als heimlicher Star entpuppt sich allerdings Gitarrist Harley Husbands, der für die ausgesuchten Licks zuständig ist, auf den filigraneren Americana-Nummern wie 'Back To Texas', 'Eye For An Eye' und 'Closer To The Heart' die individuellen Akzente setzt und sich mit Beavers bei den straighten Rockern elektrisch duelliert: Das riffstarke, hart fetzende 'Novocaine Heart' ist dafür das beste Beispiel. Und für alle Freunde zeitlosen, elektrisch-twangigen Country Rocks müssen der Titelsong als Opener, 'Hometown Judgement Day' und 'Closer To The Heart' unbedingt ans Herz gelegt werden! Aber im Grunde überzeugt auf Inspiration jeder einzelne Track auf ganzer Linie und sorgt für eines der stärksten Alben, die dieses Jahr aus Texas kommen werden. Jede Wette!

Inspiration enthält in der Blue Rose-Version ein schwergewichtiges Extra! Die Retrospective Bonus CD für alle, die durch die neuen Titel aufmerksam geworden sind auf das umfangreiche Backprogramm von Shurman. Hier gilt es, alte Songjuwelen wie 'Red Eyes', 'Petty Song', '2 AM', 'Drownin', 'Small Town Tragedy', 'Country Just Ain't Country' usw. zu entdecken: 11 Tracks insgesamt, etwa zu gleichen Teilen ihren vorhergehenden Alben entnommen und damit ein gesunder Querschnitt des Schaffens dieser famosen Combo aus Austin via Los Angeles.


"Inspiration" CD-Review von Markus Kerren von Rocktimes

Shurman ist Aaron Beavers und Aaron Beavers ist Shurman! Nein, dieser Satz traf zwar etwa zehn Jahre lang zu, hat sich mittlerweile jedoch aber relativiert. Aber von Beginn an: Seit dem Jahr 2001 veröffentlicht der in Texas geborene, in Georgia und Hawaii aufgewachsene und irgendwann in Los Angeles gelandete Beavers Alben unter dem Bandnamen Shurman, wobei er mit immer wechselnden Musikern zusammenarbeitete. 2008 zog es ihn dann nach Austin, Texas, wo er endlich die für ihn richtigen Musiker bezüglich einer langfristigen Zusammenarbeit fand und sich schließlich an die Arbeit zu der hier vorliegenden Scheibe "Inspiration" machte. Und die ist zu einem richtigen kleinen Juwel hinsichtlich des Roots Rock oder auch Americana geworden. Die Band kocht geradezu, das Songwriting ist formidabel und auch die Produktion kann sich durchaus sehen bzw. hören lassen. Dass wir es mittlerweile tatsächlich mit einer richtigen Band zu tun haben, lässt sich auch am Bassisteb Mike Therieau erkennen, der nicht nur bei sechs der Tracks als (Co-) Autor genannt wird, sondern bei drei Stücken sogar die Lead Vocals übernehmen durfte. Shurman machen aber nicht nur Dampf, wie man z. B. an dem eher nachdenklichen und doch deutlich vom Country beeinflussten "Back To Texas" erkennen kann. Schöne Nummer, die dann aber umgehend von dem groovig rockenden "Apartment 9 Blues" abgelöst wird, bei dem der vorgenannte Therieau seinen ersten Job als Hauptstimme abliefert. Und wie! Voller Inbrunst legt er sich ins Zeug und erinnert dabei gar an die Kollegen Chris Robinson (The Black Crowes) oder Carmen Sclafani (Wiser Time). Hier wird nach Herzenslust in die Saiten, Becken und Toms gehauen, dass es eine Freude ist.
Ein Highlight löst das nächste ab. Ob ruhigere Titel wie "Somebody's Gonna Break Your Heart", das bereits erwähnte "Back To Texas" und "Closer To The Heart" oder fette Rocker der Marke "Novocaine Heart", "Inspiration", "Leaving Song" und "Eye For An Eye" - diese Tracks fressen sich spätestens beim zweiten oder dritten Durchlauf so dermaßen in den Ohren fest, dass man sie lange Zeit nicht mehr aus dem Kopf bekommt. "Take A Bow" ist der perfekte Schlusssong und "Looking Back" versprüht nochmal richtig schönes Wüsten- bzw. Roots Rock-Feeling.
Und als wenn das alles nicht schon genug gewesen wäre, ist dem Album noch eine zweite CD mit dem Namen "Retrospective" hinzugefügt worden, die einen Blick zurück auf elf frühere Aufnahmen von Aaron Beavers bzw. Shurman wirft. Sind auch diese durch die Bank auf einem qualitativ sehr hohen Level, so kann hier speziell der kleine Live-Block mit den drei Stücken "AM", "Drownin'" und "Big Thing" nochmal ganz besonders punkten. Trotz aller Güte wird man aber das Gefühl nicht los, dass die aktuelle Besetzung doch noch einen Tick stärker ist und tatsächlich eine enorm verbesserte Zusammenstellung von Musikern ergibt.
"Inspiration" (und die beigefügte "Retrospective") ist ein ganz dicker Tipp für die Freunde des Roots Rock (made in Texas). Erstaunlich, was für extrem starke Alben aus diesem Bereich (wenn man sich zum Beispiel nur mal die letzten Scheiben der Sons Of Bill oder Deadman in Erinnerung ruft) in den letzten Monaten veröffentlicht wurden. Da muss einem um die Zukunft beileibe nicht bange sein.
Und wenn Shurman es ihren Kollegen von Deadman jetzt auch noch nachmachen und für eine Tour nach Deutschland kommen würden, wäre das Glück für die Roots Rock-Herzen perfekt.
Line-up:
Aaron Beavers (lead vocals, acoustic-, 12-string & electric guitars, lead guitar - #10)
Mike Therieau (bass, baritone guitar - #7, lead vocals - #4,9,11, background vocals)
Harley Husbands (lead guitars, lap steel, banjo, baritone guitar - #10)
Craig Bagby (drums, percussion, organ, background vocals)

With:
Bruce Beavers (acoustic guitar - #2)

Weblinks:
Webseite
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Wikipedia

 

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