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The Delta Saints



CD Review "A Bird Called Angola" von Stalker

Weißer Voodoo grooved im Sumpf: The Delta Saints, eine Band aus Nashville/Tennessee, beschwört zutiefst einheimische Blues-Wurzeln und macht das sagenhaft talentiert. Nicht nur, dass sich treibender, fetter Nashville-Rock mit Bayou-Klima trifft; neben elektrischer Gitarre, Bass, Schlagzeug werden auch akustische Elemente wie Mundharmonika, Stampfen, Klatschen integriert, die mit schrägen, elektronischen Elementen verschmolzen werden.

Hinzu kommt eine technische Abmischung, bei der die einzelnen Instrumente kristallklar voneinander zu unterscheiden sind, transparent im Sound und trotzdem wuchtvoll. Diese technische Qualität transportiert die spritzige und raffinierte Spielfreude aufs Feinste. Sechs Titel liegen hier auf einer CD vor, die ansonsten unter http://thedeltasaints.bandcamp.com/album/bird-called-angola als Download digital zu beziehen wäre. Das ist von der Spielzeit kaum mehr als eine EP, aber dafür wurde kein Fett am Fleisch gelassen, reinstes Krokodil-Filet, ein Konzentrat.

Die Heiligen vom Delta stellen eindeutig hohe Ansprüche an sich, aber auch an die Zuhörer. Als hübsche, tanzbare Hintergrundmusik ist die Platte nicht zwingend geeignet. Stimme und genial gespielte Instrumentierung verlangen mit spannenden Details nach genauem Hinhören. Wie anfangs erwähnt, zieht sich der Blues als grundlegendes Element durch die Musik. Insbesondere der Song mit dem deutlichen Titel „Company Of Thieves“ beginnt mit einer historischen Introduktion, die auf die schwarzen Blues und Gospel Wurzeln reflektiert. Die Jungs wissen genau, aus welchen Sümpfen ihre Töne hochgestiegen sind.

Die traditionellen Klangbezüge sind eindeutig, werden aber so frisch aufbereitet und mit soviel Liebe zum Genre dargeboten, dass Vergleiche schwer fallen und sagen lassen: Da beweist eine junge Band eine Menge Authentizität. Beide Daumen hoch. Mehr davon!
Andreas Torneberg - Stalker

CD-Review "A Bird Called Angola" von Rocktimes

Ich hatte mir, als ich das Bild der fünf jungen Burschen von den Delta Saints gesehen habe und noch deren Ursprungsort Nashville zur Kenntnis genommen hatte, unter ihrer Musik, ehrlich gesagt, etwas ganz anderes vorgestellt. Ich war davon ausgegangen, dass irgendein findiger Scout, Produzent oder Labelinhaber aus Music City die Idee gehabt hatte, den Delta-Blues mittels einer frischen, unverbrauchten, dynamischen Band für die jüngere Generation zu öffnen, bzw. dadurch ein wenig massenkompatibler zu gestalten. Eine etwas peppigere musikalische Aufmachung, vielleicht mit eingebauten Harmoniegesängen, mehr E-Gitarren, Keyboards, weiblichen Backs, ähnlich wie man das angestaubte, traditionelle Country-Genre damals in das wesentlich abwechslungsreichere New Country-Gefilde überführt hatte oder so. Passionierten Bluesern wird es allein bei diesem Gedanken vermutlich schon eiskalt den Rücken runter laufen.
Aber ich kann diese Klientel beruhigen, nichts von dem ist bei den Delta Saints, bestehend aus Ben Ringel - lead vocals / guitar, Dylan Fitch - lead guitar, David Supica - bass, Ben Azzi - drums und Greg Hommert - harp, passiert. Die gehen auf ihrer neuen EP "A Bird Called Angola" an das Grundschema des Delta-Blues' zwar mit jugendlichem Elan heran, verzichten dabei aber auf jeden kommerziellen Hintergedanken.
Ganz im Gegenteil, durch das Einfließenlassen diverser Retroelemente wie psychedelische Rockanleihen à la Led Zeppelin/Doors & Co., wird die gebotene Kost sogar eher noch schwerer verdaulich. Ben Ringels aggressiver Gesang, Greg Hommerts Delta-Blues-typische Quäk-Harp und eine voluminöse, kräftige Rhythmusabteilung geben hier den durchgehend recht harsch geführten Ton an.
Blues-Freunden, die sich ja traditionell gerne an Dingen der Vergangenheit festklammern, dürfte von daher besonders diese o.a. Kombination viel Freude bereiten. Jene, da bin ich mir relativ sicher, werden sich diesen Flattermann namens Angola mit großem Genuss einverleiben.
Über die Delta Saints-Website kann man unter dem Button 'Records' auf die Songs von "A Bird Called Angola" und auch auf die der Vorgänger-EP mittels bandcamp.com in voller Länge zugreifen und sich so eine solide Grundlage für die Kaufentscheidung schaffen.
Daniel Daus - Rocktimes

CD-Review "A Bird Called Angola" von Hooked On Music

Diese Musik kommt aus Nashville, sie klingt aber nach den tiefsten Sümpfen, die der Süden der USA zu bieten hat. Dreckiger Rhythm’n’Blues aus dem Bayou trifft auf die unbändige Spielfreude einer jungen Band, die zwar die Einflüsse aus dem Blues und Gospel zitiert, aber mit einer gehörigen Portion jugendlichem Enthusiasmus und Rock „aufpeppt“. Aber das hier ist keine Tanzmusik, sondern etwas, was man sich mit einer gewissen Ruhe und Hingabe anhören sollte. Hier kommt wirklich alles zum Einsatz, nicht nur Gitarre, Bass, Schlagzeug und Mundharmonika – hier wird auch geklatscht und gestampft einfach weil die Musik so mitreißend ist. Das Ganze klingt zudem technisch so perfekt in Szene gesetzt, als ob ein Major Label hinter der Band stünde. Dass so eine Band aber dann ohne Plattendeal dasteht, während zahlreiche meist komplett talentfreie Casting-Futzis einen hinterher geschmissen bekommen, gehört zu den ewigen Ungerechtigkeiten der Musik-Szene.

Der Sound der EP kann dabei nur als organisch, warm und erdig beschrieben werden. So wie er eben zu dieser Musikrichtung einfach gehört. Dadurch kommt die Qualität der Band und der Musik noch einmal besser zur Geltung. Dabei transportieren die sechst Stücke die Atmosphäre der Südstaaten perfekt zum Hörer, so dass man das Gefühl hat, die schwüle Hitze zu spüren, den Geruch der Sümpfe in die Nase ziehen zu haben und die Finger von der langen harten Arbeit in der Erde ganz schmutzig zu haben. THE DELTA SAINTS machen das alles körperlich erfahrbar.

Hier ist man wirklich versucht, all die bekannten Bilder zu benutzen, die man gerne hernimmt, um Musik zu beschreiben: der Bass pumpt wunderbar wie das Herz das Blut durch die Songs, das Schlagzeug treibt den Organismus „Song“ an und der Gesang erzählt wirklich Geschichten aus dem Leben gegriffen. Das Lead-Instrument ist dabei aber ohne Frage die Gitarre, die vereinzelt gezupft, später geslidet, aber meist stark verzerrt gespielt wird und dabei röhrt, zerrt und vibriert als würde sie körperliche Qualen durchleiden, die sie nur durch die Musik lindern kann.

Bei der Qualität dieser sechs Tracks wünscht man sich nur, dass THE DELTA SAINTS ein vollwertiges Album vorgelegt hätten, denn hier gibt es nur feinsten Southern-Rock, der geradezu nach einer baldigen Fortsetzung schreit. Jeder Fan der Gattung muss zugreifen und sich dieses Kleinod des Southern Rock ins heimische Regal stellen oder aber als Download unter http://thedeltasaints.bandcamp.com/album/bird-called-angola besorgen. Aber haben MUSS man dieses Teil!
Marc Langels - Hooked On Music

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