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US-Rails

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Bio

Seit längerem geistert der Name US RAILS durch die gut informierten Americana-Zirkel links und rechts des Atlantiks. Eine neue kleine Supergroup mit einigen bekannten Singer/Songwritern soll sich an der US-Ostküste zusammengefunden haben und mit ersten Konzerten in den einschlägigen Clubs für Aufmerksamkeit sorgen. Spätestens nach einer kurzen Stippvisite im Dezember 2009 bei der Blue Rose Christmas Party in Hannover steht auch für hiesige Fans fest: Jawohl, US Rails sind ein echtes Pfund, doch es gibt noch keinen Tonträger zu erwerben. Mit dem längst überfälligen Erscheinen des selbstbetitelten Debüts US Rails wird diese Lücke nun endlich geschlossen!
Gleich vier ansonsten eigenständige Künstler (plus Drummer) bilden den musikalischen Verbund von US Rails, man steht damit formal in der Tradition von CSNY bis Traveling Wilburys und ähnlich gelagerter Fälle auf Blue Rose wie die Resentments und Flatlanders aus Texas, ESP (Easton/Stagger/Phillips) oder Hardpan. US Rails sind direkte Erben der Formation 4 Way Street aus Philadelphia. Es handelt sich dabei zunächst um keinen Geringeren als Joseph Parsons. Der sympathische, mittlerweile in Niedersachsen lebende Singer/Songwriter gehört seit 1998 mit 8 eigenen offiziellen Veröffentlichungen sowie Kollaborationen mit Todd Thibaud und dem bereits erwähnten Hardpan-Projekt unbedingt zu einem der ultimativen Eckpfeiler des Blue Rose-Labels. Der Mann mit der warmen, sonoren Stimme, der wie kaum ein anderer den melodischen, sensiblen Folk Rock beherrscht, aber auch und gerade live mitunter richtig zupacken kann, muss nach all seinen Alben und unzähligen Tourneen - besonders auch in unseren Breitengraden - natürlich niemandem mehr vorgestellt werden! Mitte des Jahrzehnts betrieb er neben seiner Solokarriere jene 4 Way Street, die mit ihrem Bandnamen sicher nicht ganz zufällig an das berühmte CSNY-Erfolgsalbum appellierten. Mit dabei waren Ben Arnold, Scott Bricklin und Jim Boggia sowie im erweiterten Kreis Drummer Matt Muir. Während Boggia ausgestiegen ist, um eigenen Ambitionen zu folgen, machen die übrigen nahtlos bei US Rails weiter und holen sich zur Komplettierung ihres Quintetts einen weiteren Eastcoast Rocker hinzu, den es erst vor kurzem mit seiner Band Tractor Pull nach Austin, Texas verschlagen hat: Tom Gillam, seines Zeichens ebenfalls arrivierter Blue Roser der Güteklasse "A" und einer, der schon oft mit Joseph Parsons zusammen unterwegs war - live und auf Platte. Der Star ist das Team! Auf ihrem in der Nähe von Paris eingespielten Debütalbum erweisen sich die Fünf als absolut gruppentauglich, ausgeprägte Egotrips finden nicht statt, auch wenn die individuellen Stärken und verschiedenen Charaktere selbstverständlich Stück für Stück leicht zu identifizieren sind, im Songwriting und anhand von völlig unterschiedlichen Leadstimmen. So geben Parsons, Arnold, Bricklin und Gillam bereits im Opener 'My Lucky Stars', gleichzeitig eine Art Erkennungslied der Band, ihre gesangliche Visitenkarte ab - jeder bekommt eine Strophe, um dann im Refrain auf harmonieträchtige Weise zusammenzutreffen. Welch ein Hors D'Oeuvre für eine durchweg tolle Platte mit insgesamt 14 Tracks, darunter einigen von Soloscheiben bekannten Nummern in neuen US Rails-Arrangements, extra für dieses Projekt geschriebenen Kompositionen und einer fantastischen Coverversion zum fulminanten Ende, die - denkt man an hochentwickelte Folk Rock-Harmonien und erinnert sich an den 4 Way Street-Querverweis - nur von einer Quelle stammen kann: Crosby, Stills & Nash. Es ist der Klassiker 'Suite: Judy Blue Eyes' von Stephen Stills!
Bis dahin gibt es reichlich Folk & Roots Rock, Americana, Gitarrenrock, harmonieballaden und komplexen Rock mit Slide Guitar. Tom Gillam's 'Simple Plan', 'Shine Your Light' und 'Ready To Begin' sowie Joseph Parsons' 'Sun Gonna Shine', 'Burning Fire' und 'Brown Me In The Sun' kommen dabei auf dem hohen Niveau, das man von den beiden Blue Rose-Acts gewohnt ist. Vielleicht sind es aber gerade die Stücke der bei uns noch unbekannteren, Ben Arnold und Scott Bricklin, die bei US Rails Salz und Pfeffer in die Americana-Suppe streuen. Ben Arnold spielt Keyboards (Klavier, EPiano, Orgel) und Gitarren, hat sicher die markanteste, weil "rostigste" Stimme und brilliert hier mit solchen Songperlen wie 'Rainwater' und 'The New Goldrush'. Seit 1995 bringt er eigene CDs heraus, zuletzt wurde er - übrigens zusammen mit US Rails-Drummer Matt Muir - bei den Indie Pop/Rockern Pistol For Ringo gesichtet. Multiinstrumentalist, Produzent, Recording Engineer, Sänger und Songwriter Scott Bricklin hat ebenfalls bereits eine lange Karriere hinter sich: Mit seinem Bruder Brian spielte er in der 80er Kultband Bricklin, dann bei Martin's Dam, tourte viel mit Joseph Parsons, begleitete die Figgs und Graham Parker, lebt seit ein paar Jahren in Paris. Bei US Rails ist er hauptamtlich am Bass zu hören und als Sänger seiner Stücke, z.B. 'Spell' und 'Good TImes'.

CD-Review "Southern Canon" (Hooked On Music)
Bands, die wie US RAILS, trotz erwiesener solistischer Genialitäten auch exzellent als Gruppe funktionieren, sind zugegebenermaßen rar gesät. Nachdem sie auf ihrem ersten gemeinschaftlichen Album 2010 noch einigen bereits vorhandenen Songs neues (Band-) Leben einhauchten und so nebenbei eine grandiose CSN&Y Cover Version von Suite Judy Blue Eyes zelebrierten, schrieben sie speziell für ihren Zweitling "Southern Canon" komplett neue Songs, und zwar ganz demokratisch gleichermaßen verteilt, jeweils drei, wobei Drummer Matt Muir einen eigenen Song und eine Co-Autorenschaft mit Tom Gillam beisteuerte.
Rootsmusik auf ganz hohem Niveau wird hier präsentiert und unterstreicht die hohe Kunst des Songwritings. Diese Qualität zieht sich wie ein roter Faden durch die Platte, brilliert mit alternierenden Lead-Vocals bei Hearts Don't Lie und beeindruckt nicht nur als Album Opener, sondern sicherlich auch auf der anstehenden Tournee. Mit solch einem Opener zieht man den Hörer ganz, ganz schnell auf seine Seite. Auch den einen oder anderen "Feger" wie 18 & Lonely und Live Like We Love steuern die Jungs bei und verstehen es Eleganz und Hemdsärmeligkeit kongenial zu verquicken.
Die Songs wurden teilweise in verschiedenen Studios zusammengesetzt, dies fällt aber bei der geballten Souveränität der Mitglieder kaum auf. Don't Take Me Now sorgt mit Matt Muir als Sänger für angenehmes Kribbeln auf der Haut, wo das ebenso beim entspannt aufspielenden Piano und dazu groovenden Semirockigen Ring A Big Bell das von Tom Gillam, mit kratziger Stimme begleitet wird, durchaus Neidgefühle bei BOB SEGER hervorrufen könnte. Carry Your Weight wird bei den Konzerten für grandioses Feedback sorgen, so perfekt und harmonisch hat man eine Band selten gehört, und wem bei dieser Feuerzeug-Ballade keine Gänsehaut entsteht, dürfte klinisch tot sein.
US Rails' Vocals sind naturgemäß sehr abwechslungsreich, auf den Punkt absolut synchron im Satzgesang und stets hervorragend "besetzt" und passen wie z.B. Ben Arnolds Gesang auf dem Midtempo-Juwel Do What You Love jeweils wie die Faust aufs Auge. Und als Sahnehäubchen wuselt die fiebrige Slide-Gitarre Tom Gillams beim durchaus mit einem JOE WALSH kokketierenden Same Old You (Same Old Me) durch den Song. Gillam sorgt auch mit der soulgetränkten Westcoast-Melancholie Old Song On The Road für den krönenden Abschluss eines herausragenden Albums, das bereits zu Beginn des noch jungen Jahres die musikalische Messlatte für alle Konkurrenten schon mal ordentlich hoch legt. Klasse Platte!
Prinzipiell stimme ich den Worten meines Kollegen Masuch zu. Allzu viel bleibt wahrlich nicht anzufügen. Doch einige persönliche Worte seien mir angesichts dieses großartigen Albums erlaubt.
Bei so viel geballter solistischer Vielfalt und erwiesenem Talent muss nicht zwangsläufig ein famoses Album herausspringen. Doch US RAILS haben es auf ihrem neuen Album geschafft, den Bogen scharf zu spannen und die Songs wie Flitzebogen herausschnellen zu lassen, um damit direkt ins Herz des Hörers zu landen. Jeder der Jungs spielt seine kompositorischen und gesanglichen Fähigkeiten voll aus und profitiert zudem von den außerordentlichen Fähigkeiten seiner Kollegen, die es verstehen, die Qualität des jeweiligen Songs zu bündeln und ins rechte Licht zu rücken. Dabei finden US RAILS jeweils die richtige Balance zwischen angemessener Sentimentalität und Melancholie, und halten die Waage zwischen prickelnder Lebensfreude und gebremster Euphorie. Sie statten ihre Lieder mit blumigen Hooklines aus, die zumeist dem Geist der Seventies huldigen, präsentieren durchweg schöne Lieder, die auf direktem Wege ein Wohlgefühl auslösen. Glücklicherweise verzetteln sie sich nicht in oberflächlichen und platten Tralala-Refrains, sondern halten stets Kurs im großen Roots-Koordinatensystem aus Rock, Folk, Soul und Pop.
Michael Masuch (Hooked On Music)

So etwas sollte Americana-Hörern aller Altersklassen gut gefallen. "Southern Canon" steht einmal mehr für handgemachte Qualitätsmusik amerikanischer Herkunft, die sich ganz locker und leicht in einem Rutsch geniessen lässt. Ein verdammt gelungenes Beispiel für die geschickte Verflechtung von sprühender Leichtigkeit und geerdeter Tiefe. Es wäre wirklich eine Schande, wenn dieses Album nicht seine angemessen große Hörerschaft erreichte. Auf jeden Fall die Platte des Monats, wenn nicht sogar mehr.
Frank Ipach (Hooked On Music)

CD-Review "US Rails" (Hooked On Music)
Kaum eine Band bringt ein Album und die damit verbundene Spielfreude so trefflich auf den Punkt wie die US Rails in ihrem Opener-Song Lucky Star. ?Does anybody know how lucky we are, Just banging on drums, strumming on guitars, just trying to have fun in some dark & dusty bar? . Tom Gillam, in unseren Breitengraden musikalisch genauso geschätzt wie Joseph Parsons, die beide auch schon eine erkleckliche Anzahl ansprechender Americana/Rootsrock Scheiben vorweisen können, bilden bei US RAILS das musikalische Rückgrat der Band. Bereits 2009 bei einigen Auftritten vor erlesenem Fanrahmen aufgetreten, festigte sich bei beiden der Gedanke, mit einigen anspruchsvollen Mitstreitern eine neue Band ins Leben zu rufen.
Gleich mit Lucky Star und Rainwater wird die musikalische Messlatte angenehm nach oben gelegt, und US RAILS beweisen, dass man mit relaxten, genial durchdachten Songs, mit Akustikgitarre, etwas Percussion und Bottleneck, sprich ohne musikalische Kraftmeierei viel erreichen kann. Tom Gillam und Joseph Parsons wechseln sich immer wieder im Gesang ab, unterstützt von Ben Arnold (der sich bei Rainwater und Man Down mit zart rostiger Stimme hervor tut, Scott Bricklin unterstützt zudem im Background Chor, was dem Ganzen ein wenig den angenehmen Stallgeruch der FLATLANDERS (Spell) oder durchaus auch der RESENTMENTS (Shine your Light, New Gold Rush) gibt. Und dafür muss sich wahrlich niemand schämen!
Die Spielfreude platzt bei vielen Songs der Jungs geradezu aus den Löchern, da zwirbeln die Gitarren angenehm vor sich hin, jubiliert die Hammond Orgel dezent im Hintergrund, groovt alles sommerlich angenehm wie bei Brown me in the Sun, da stehen sie mit schluchzender Mundharmonika und knarziger E-Gitarre bei Rockin`Chair tief im Staub und alles stellt sich ohne unangenehme musikalische Egotrips in den Dienst der Mannschaft, was die Platte äußerst angenehm abrundet.
Shine your light, sowie Good Times erzeugen durchaus das neidische Scharren der Eagles an der Studiotür, überhaupt nähern sich US RAILS manchmal in beängstigender Weise den Übervätern von CROSBY STILLS NASH & YOUNG, denen sie standesgemäß mit der Suite: Judy Blue Eyes als genialem Rausschmeißer der Platte ein beeindruckendes Denkmal setzen.
Michael Masuch (Hooked On Music)

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