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Wilson Gil & The Willful Sinners

Wilson Gil & The Willful Sinners

Das CD-Review "American Banned" von Fred Schmidtlein ( Home of Rock) sagt eigentlich alles, was man über Wilson Gil und seine Band wissen sollte:

Ein bisschen reagiert man immer skeptisch, wenn in einer Künstlerbiografie die Schlagworte "Drogen", "Alkohol" oder "Sucht" auftauchen. All zu viele Manager kokettieren ganz gern mit der Lebensunfähigkeit ihrer zu melkenden Kühe, am Schluss bleibt oft nicht mehr als ein trauriges Bürschlein wie Pete Doherty übrig und der musikalische Output reduziert sich auf weinerliches Gestammel und indiskutable Songs. Bei Wilson Gil scheint die Sache anders zu liegen. Der hat sich die Nägel wohl tatsächlich durchs Gebein gejagt und anschließend wieder rausgezogen. Jetzt geht es im offenbar gut, Grund zur Klage hat er nicht mehr, selbstmitleidiges Getue ist ihm fremd und mit seinen WILLFUL SINNERS hat er eine feine Band um sich, so dass er in seinen Liedern vom Leben und dem ganzen Drumherum erzählen kann, ohne in peinsame Schmonzetten verfallen zu müssen.

"American Banned" ist seine dritte Platte, nach einer langen Pause seit 1999, und macht es dem Hörer im Grunde ganz einfach sie einzuordnen. Americana, Roots Rock, Country Rock & Roll ist die Schublade. Leider ist die übervoll und völlig unsortiert, in den Ecken zugemüllt von den vielen Schrammel- und Schraddelrockern und mittig großflächig belegt von den vermeintlichen Ikonen und Kultfiguren. Dazu kommt eine gewisse Arroganz bei den Gralshütern der Roots (die nicht selten bei uns in Europa sitzen), alles was sie nicht selbst aus irgend einem Wüstenloch ans Tageslicht zerren, wird als unwichtig ignoriert. Da bleibt dem guten Wilson nur der harte Weg ohne Vertrieb und ohne Firmenhype. Wenn er robust genug ist und den Weg in und durch unsere Clubs findet, wird sich das lohnen, vermutlich wird er anschließend mit seiner nächsten CD als "the next big thing" angepriesen und ein Labelboss heimst die Lorbeeren ein, die der zustehen, die uns diese klasse CD hat zukommen lassen.

Drei, vier Namen kommen mir bei "American Banned" immer wieder in den Sinn (die satten Superstars außen vor gelassen): Rich Hopkins, Jason Ringenberg, Steve Earle und Frank Carillo. Allerdings ist Wilson Gil straighter als Earle, melodischer als Hopkins und er hat im Vergleich mit Ringenberg die stringenteren Songs. Dafür ist er ebenso glaubwürdig wie Carillo. Sinnlose Feedback-Attacken sind nicht zu finden, es wird gerockt und nicht geholpert, und wenn Country, dann von der saftigen und gutgelaunten Sorte. Der gern gebrauchten Fährte vom Country-Punk mag ich nicht folgen, lieber sollte man sinnieren, ob Keith Richards früher einmal nicht auch in diese Stiefel gepasst hätte.
Darüber hinaus hat Wilson Gil einen Hang zu Melodien, die, sorry, auch schon mal an die friedliche Naivität der BEACH BOYS heranreichen, dahinter aber eine tiefe Ernsthaftigkeit offenbaren. Und eine Menge Humor und Selbstreflektion.

"American Banned" ist eine hochwirksame Wurzelbehandlung mit amerikanischer Musik und einem Schuss Stoner-Boogie in Borrowed Time. Danach tut einem nichts mehr weh, das können wir als Home of Gesundheitsrock garantieren.

Fred Schmidtlein 14.04.2006 Link zum Review

Website Wilson Gil: www.wilsongil.com

 

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